04
Sep
2016

Zurück auf der Karte

Gestern fand die Klubmeisterschaft des OLK Fricktals im Möhliner Forst statt. Und ich war dabei! Super!

Drei Monate lang bin ich nun schon verletzt. Beim ersten Arztbesuch lautete die Prognose: Im Juni nichts machen, im Juli viel alternativ und im August wieder normal trainieren. Ich konnte also die Sommerwettkämpfe aus meinem Kalender streichen, die Herbstsaison sollte aber nicht in Gefahr sein. Immerhin, dachte ich. Leider scheint mein Knie eine andere Zeitmessung zu haben als der Arzt und ich - mein Knie hat immer noch Juli. So der 20. Juli, würde ich mal schätzen. Es kommt langsam, ich nähere mich dem August. Ich kann wieder ab und zu ein Training rennend absolvieren, aber zwischen den Laufeinheiten muss ich immer noch mindestens einen Tag (Lauf-)Pause machen.

84 Tage konnte ich nicht OL machen. Gestern war es dann endlich soweit. Die OL-Abläufe waren eingerostet und physisch bin ich natürlich nicht da, wo ich gerne sein würde. Aber mein Knie hat mitgemacht! Es war ein tolles Gefühl, wieder mit Karte und Kompass durch den Wald zu rennen. Wie ich das vermisst habe!

Wie weit nach vorne es in der Rangliste gereicht hat? Die superschnellen Gebrüder Kyburz waren dabei, gegen die hatte ich natürlich keine Chance. Aber die Senioren im Klub hatte ich auch nach einer dreimonatigen Verletzungspause im Griff ;) So kann ich mit meinem Comeback zurfrieden sein. Nächste Woche werde ich dann am 7. Nationalen OL am Start stehen. Die Schweizermeisterschaft in der Langdistanz muss ich leider auslassen, denn zwei Wettkämpfe in zwei Tagen liegen noch nicht drin.

16
Aug
2016

Bergauf!

Wie es meinem Katktus-Knie geht? Nicht so super, würde ich mal sagen. Es geht Woche für Woche besser und stundenmässig komme ich mittlerweilen wieder auf ein gutes Pensum, doch ich kann erst wenige Trainingseinheiten laufend absolvieren.

In den letzten Wochen habe ich immer wieder versucht, zu rennen. Ich habe jedes Mal gehofft, dass es heute etwas besser gehen würde, doch ich wurde immer wieder enttäuscht. Eines Tages stellte ich dann fest, dass es bergauf viel besser geht als flach - da hatte ich keine Schmerzen im Knie! Zum Glück wohne ich in Bern und zum Glück gibt's hier den Gurten! Zuerst rannte ich nur einmal den steilsten Weg den Gurten hoch und nahm dann die Gurtenbahn wieder runter. Bald konnte ich schon zweimal hochrennen und heute sah meine Route folgendermassen aus:

Ich rannte also das erste Mal den kürzesten und steilsten weg hoch, um dann beim zweiten Mal etwas auszuholen. Das hat funktioniert! Und oben wurde ich jeweils mit einer tollen Aussicht auf die Stadt Bern und die Alpen belohnt. Das Höhenprofil sah dann so aus:

Ich renne also viel aufwärts, doch wenn ich in vier Wochen an den Selektionsläufen für das Euromeeting am Start stehen möchte, dann muss ich mehr als nur aufwärts rennen können. Ich gebe mein Bestes, um bis dann fit zu sein, doch momentan gibt mir mein Knie den Takt an, da kann ich nicht viel mehr machen, als das zu akzeptieren.

24
Jul
2016

Swiss O Week ohne O

Die letzte Woche verbrachte ich im Engadin, wo die diesjährige Swiss Orienteering Week ausgetragen wurde. Natürlich war ich für diesen 6-Tage-OL angemeldet und natürlich wäre ich sehr gerne gelaufen. Doch schon bevor ich ins Engadin reiste, stand klar, dass mein Knie da nicht mitmachen würde. So nahm ich anstatt der OL-Ausrüstung mein Bike und meine Badesachen mit. Denn eine Woche in den Schweizer Bergen wollte ich mir - auch wenn ich nicht OL machen konnte - nicht entgehen lassen.

Fünf von sieben Tagen präsentierte sich das Wetter von seiner besten Seite. Ich konnte sehr gut alternativ trainieren (biken, aquajoggen, schwimmen, Krafttraining machen), hatte aber auch Zeit, um auf den Piz Nair hinaufzufahren, im Stazersee zu baden und in S-Chanf Bogen zu schiessen.

Die Swiss O Week hat auch ohne O Spass gemacht, ich hoffe jedoch, dass auch ich bald wieder rennend unterwegs sein kann.

06
Jul
2016

Ein gutes Geburtstagsgeschenk

Vorgestern wurde ich 22 Jahre alt. Es war ein wunderschöner Tag und ich habe viele nette Glückwünsche erhalten. Doch das Beste an diesem Tag war, dass ich das erste Mal seit über drei Wochen wieder trainieren durfte.

Da ich mich seit Mitte Juni nicht sportlich betätigen durfte, hatte ich plötzlich ungewohnt viel Zeit zur Verfügung. Einen Teil dieser Zeit nutzte ich, um Dinge zu erledigen und Sachen zu unternehmen, für die ich ansonsten keine Zeit habe. Doch wenn man sich ein Vollzeitstudium und tägliches Training gewohnt ist, ist es nicht ganz einfach, umzuschalten. Letztes Mal, als ich im Frühling pausieren musste, hatte ich wenigstens das Studium. Dieses Mal hatte ich Semesterferien. Es fehlte mir eine Tagesstruktur. Ich stand am Morgen auf und wusste nicht immer, was ich an diesem Tag machen wollte. Ein paar Tage lang war das ja schön und gut, danach wurde es mir aber langweilig.

Umso schöner war es, als ich am Montag eine kleine Runde auf dem Rennvelo drehen durfte und in der Physiotherapie Kraftübungen bekam, die ich nun täglich machen darf. Gestern hatte ich leichten Muskelkater, ein tolles Gefühl! Ich bin auf dem Weg zurück! Mit dem Lauftraining muss ich mich noch etwas gedulden, doch solange es so schönes Wetter ist und ich Velo fahren kann, macht mir das nicht allzu viel aus.

22
Jun
2016

Geduldsprobe

Geplant war eine Trainingswoche mit dem Nationalkader in Strömstad, Schweden, und anschliessend die Teilnahme an der Jukola-Staffel in Finnland, wo ich wieder einmal meinen schwedischen Klub vertreten sollte. Ich wollte mich in dieser Zeitspanne vor allem auf die Technik konzentrieren, um Selbstvertrauen für die bevorstehenden Selektionsläufe für die Studenten-WM zu tanken.

Drei Tage lang lief alles nach Plan. Sechs tolle Trainings konnte ich in diesen drei Tagen absolvieren. Trainings, die mir wieder einmal aufgezeigt haben, wie schön es im Norden sein kann; die Wälder waren traumhaft und das Wetter hätte kaum besser sein können. In anderen Worten hat es richtig Spass gemacht! Und dann schwoll mein Knie, das ich zwölf Wochen zuvor operiert hatte, über Nacht an. Ohne Vorwarnung. Mir war sofort klar: mit einem solchen Knie kann ich nicht rennen. Es folgten drei Ruhetage, doch weder Hochlagern, Kühlen noch Cremen konnten die Schwellung reduzieren. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Physiotherapeuten, die dabei waren und sich wirklich viel Zeit genommen haben, mir zu helfen. Doch leider wussten auch sie bald nicht mehr weiter und so blieb mir nichts Anderes übrig, als schweren Herzens fünf Tage früher als geplant in die Schweiz zurückzureisen.

Nach einigen ärztlichen Abklärungen kann ich nun davon ausgehen, dass das Knie sich aufgrund von Überbelastung mit Flüssigkeit gefüllt hat. Auf zehn Ruhetage werden mindestens noch zehn weitere folgen. Das bedeutet, dass ich nicht an den Selektionsläufen für die Studenten-WM teilnehmen kann. Und das bedeutet auch, dass ich meinen Sommer neu planen muss. Ich muss Geduld haben, bis sich das Knie erholt hat und kann erst dann wieder mit einem Aufbau beginnen.

Es tut weh. Es tut mehr weh, als in einen Kaktus zu rennen. Ich spreche aus Erfahrung.

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