Trainingslager in Estland

(Foto: Mårten Lång)

Vor einer Woche reiste ich mit dem Nationalkader nach Estland, um dort zu trainieren. Wie immer standen zwei Trainings pro Tag an. Da ich zuvor nur etwa dreimal pro Woche gerannt war, strich ich schon im Voraus einige Trainings aus meinem Programm, denn mein oberstes Ziel war, wieder gesund und ganz aus dem Trainingslager zurückzukehren – was mir dieses Jahr noch nie gelungen ist.

Die ersten vier Tage konnte ich nach Plan durchführen. Ich stellte schnell fest, dass meine Technik und mein Tempo besser waren, als ich mir erhofft hatte und so machte das Trainieren noch mehr Spass. Am fünften Tag legte ich eine Pause ein. Ich spürte das Knie ein wenig und wollte kein Risiko eingehen - im Nachhinein ein kluger Entscheid.

Am Samstag nahmen wir an einem Langdistanz-Wettkampf teil. Da sich das Laufgelände unmittelbar neben dem WM-Gelände 2017 befand, waren nicht nur die Schweizer, sondern auch viele andere Nationen am Start. Als ich die Startliste anschaute, hatte ich fast das Gefühl, ich würde an einem Weltcup teilnehmen. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden; ich lief einen technisch guten Lauf und wurde mit dem 28. Rang belohnt (Rangliste, Karte). Zum 12. Posten nahm ich die linke Route und erklomm so, wie mir im Ziel gesagt wurde, den höchsten Punkt von Estland!

Nun bin ich wieder zurück in der Schweiz. Ich habe in der letzten Woche zwar nicht besonders viel, jedoch sehr gut trainiert. Und das wichtigste: mein Knie hat mitgemacht! Trotzdem werde ich noch einige Wochen brauchen, bis ich wieder normal trainieren kann. Aber ja, auch im Kraftraum kann das Training Spass machen.