Mein WM-Debüt

Noch nie zuvor hatte ich mich so spezifisch auf einen einzigen Wettkampf vorbereitet. Technisch, physisch und mental sollte am 6. Juli alles zusammenpassen und dafür hatte ich in den letzten Wochen viele spezifische Trainings absolviert. Als ich dann am WM-Start stand, hatte ich einen genauen Plan im Kopf, wie ich das Rennen angehen wollte. Trotz Nervosität wollte ich ruhig und systematisch laufen.

Der Start gelang mir gut. Das Gelände war sehr unübersichtlich und ich musste viel Zeit in die Technik investieren – physisch konnte ich hier nicht am Limit laufen. Im Mittelteil unterliefen mir dann zwei Fehler. Obwohl ich jeweils nicht weit vom Posten entfernt war, brauchte ich viel Zeit, um mich wieder auf der Karte einzulesen und zu reagieren. Hier vergab ich meine Chance, in die Top 20 zu laufen.

Im Schlussteil lief ich wieder gut und konnte mich auf den 30. Rang vorkämpfen. Endlich hatte ich das Gelände im Griff und konnte das Tempo erhöhen. (Rangliste, GPS)

WM-Karte: Der 8. und 10. Posten wurde mir zum Verhängnis

Natürlich wäre ich gerne in die Top 20 gelaufen, doch an diesem Tag war ich zu wenig sicher unterwegs und lief etwas zu zurückhaltend. In den nächsten Tagen werde ich nun analysieren, was ich hätte anders machen können, damit es nächstes Mal in der Rangliste weiter nach vorne reicht…

Zusammenfassend war es eine sehr tolle, spannende und lehrreiche Woche! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Schweizer Team für eine tolle WM und an die Fans für's Anfeuern!

Fotos: Reigo Teervalt, Rolf Gemperle