Nachdem ich am Wochenende als Zuschauerin mit den anderen Schweizern mitfieberte, durfte ich am Montag endlich selber ins Wettkampfsgeschehen eingreifen. Mit der Langdistanz Qualifikation bin ich zufrieden. Ich lief kontrolliert und konnte mich so in meinem Heat als Zehnte deutlich für den Final qualifizieren. (Bei der Qualifikation gibt es drei Heats und es kommen jeweils 17 Läuferinnen in den Final.) (Karte Qualifikation, Rangliste, GPS)

Voll fokussiert auf dem Weg Richtung Ziel (Foto: Rémy Steinegger)

Tags darauf ging es mit dem Final weiter. Ich hatte mir vorgenommen, nochmals so zu laufen, wie am Vortag. So sollte es für eine Klassierung in den Top 30 reichen. Hier eine kurze Zusammenfassung meines Rennens mit Kartenausschnitten und Bildern:

Ich starte gut und beim zweiten Posten habe ich noch alles im Griff.

Da fühlen sich die Beine noch richtig gut an (Foto: eoc2016.cz)

Zum dritten Posten werde ich in Postennähe unsicher und kann die Objekte nicht mehr genau zuordnen. Ich muss mich auf dem kleinen Weg oberhalb des Postens auffangen und verliere beinahe drei Minuten zu diesem Posten!

Mein Fehler zum 3. Posten

Unmittelbar nach meinem Fehler erwartet mich eine lange Teilstrecke. Ich entscheide mich dafür, nahe am Strich zu bleiben. Hier wäre es schlauer gewesen, links auf dem Weg zu rennen.

Die lange Routenwahl zum 4. Posten

Beim vierten Posten gibt es Wasser. Da es sehr warm ist und die Bahn noch lang, gilt es sich unterwegs schon früh zu verpflegen. Ich nehme also einen Gel und trinke Wasser.

Zwischenverpflegung (Foto: Rémy Steinegger)

Der mittlere Teil der Bahn gelingt mir gut. Gegen Schluss geht mir dann die Energie aus und ich verliere in den letzten zehn Minuten noch vier Ränge. Entsprechend müde komme ich ins Ziel.

Hier fühlen sich die Beine nicht mehr so toll an

Schlussendlich muss ich mit dem 38. Rang vorliebnehmen. Immerhin kann ich mich damit trösten, dass ohne diesen Patzer zum dritten Posten einen Top 30 Platz möglich gewesen wäre. (Karte Final, Rangliste, GPS)

Im Ziel, etwas enttäuscht und erschöpft

Heute habe ich einen wettkampfsfreien Tag. Am Morgen war ich kurz auf der "Model-Karte" von der Mitteldistanz. Diese "Model-Karte" befindet sich umittelbar neben dem Wettkampfsgelände und wurde von der Person gezeichnet, die auch die Wettkampfskarte aufgenommen hat. So bekam ich einen Eindruck davon, wie das Gelände auf der Karte wiedergegeben ist. Es war wunderschön und die Beine fühlten sich nach der harten Langdistanz von gestern schon wieder ganz gut an. Nun freue ich mich auf morgen und möchte diese zweite Chance nutzen, um zu zeigen, was ich wirklich kann!