Geplant war eine Trainingswoche mit dem Nationalkader in Strömstad, Schweden, und anschliessend die Teilnahme an der Jukola-Staffel in Finnland, wo ich wieder einmal meinen schwedischen Klub vertreten sollte. Ich wollte mich in dieser Zeitspanne vor allem auf die Technik konzentrieren, um Selbstvertrauen für die bevorstehenden Selektionsläufe für die Studenten-WM zu tanken.

Drei Tage lang lief alles nach Plan. Sechs tolle Trainings konnte ich in diesen drei Tagen absolvieren. Trainings, die mir wieder einmal aufgezeigt haben, wie schön es im Norden sein kann; die Wälder waren traumhaft und das Wetter hätte kaum besser sein können. In anderen Worten hat es richtig Spass gemacht! Und dann schwoll mein Knie, das ich zwölf Wochen zuvor operiert hatte, über Nacht an. Ohne Vorwarnung. Mir war sofort klar: mit einem solchen Knie kann ich nicht rennen. Es folgten drei Ruhetage, doch weder Hochlagern, Kühlen noch Cremen konnten die Schwellung reduzieren. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Physiotherapeuten, die dabei waren und sich wirklich viel Zeit genommen haben, mir zu helfen. Doch leider wussten auch sie bald nicht mehr weiter und so blieb mir nichts Anderes übrig, als schweren Herzens fünf Tage früher als geplant in die Schweiz zurückzureisen.

Nach einigen ärztlichen Abklärungen kann ich nun davon ausgehen, dass das Knie sich aufgrund von Überbelastung mit Flüssigkeit gefüllt hat. Auf zehn Ruhetage werden mindestens noch zehn weitere folgen. Das bedeutet, dass ich nicht an den Selektionsläufen für die Studenten-WM teilnehmen kann. Und das bedeutet auch, dass ich meinen Sommer neu planen muss. Ich muss Geduld haben, bis sich das Knie erholt hat und kann erst dann wieder mit einem Aufbau beginnen.

Es tut weh. Es tut mehr weh, als in einen Kaktus zu rennen. Ich spreche aus Erfahrung.