Vorgestern wurde ich 22 Jahre alt. Es war ein wunderschöner Tag und ich habe viele nette Glückwünsche erhalten. Doch das Beste an diesem Tag war, dass ich das erste Mal seit über drei Wochen wieder trainieren durfte.

Da ich mich seit Mitte Juni nicht sportlich betätigen durfte, hatte ich plötzlich ungewohnt viel Zeit zur Verfügung. Einen Teil dieser Zeit nutzte ich, um Dinge zu erledigen und Sachen zu unternehmen, für die ich ansonsten keine Zeit habe. Doch wenn man sich ein Vollzeitstudium und tägliches Training gewohnt ist, ist es nicht ganz einfach, umzuschalten. Letztes Mal, als ich im Frühling pausieren musste, hatte ich wenigstens das Studium. Dieses Mal hatte ich Semesterferien. Es fehlte mir eine Tagesstruktur. Ich stand am Morgen auf und wusste nicht immer, was ich an diesem Tag machen wollte. Ein paar Tage lang war das ja schön und gut, danach wurde es mir aber langweilig.

Umso schöner war es, als ich am Montag eine kleine Runde auf dem Rennvelo drehen durfte und in der Physiotherapie Kraftübungen bekam, die ich nun täglich machen darf. Gestern hatte ich leichten Muskelkater, ein tolles Gefühl! Ich bin auf dem Weg zurück! Mit dem Lauftraining muss ich mich noch etwas gedulden, doch solange es so schönes Wetter ist und ich Velo fahren kann, macht mir das nicht allzu viel aus.