11.210km, 630m, 25Po

Die Freude ist gross, dass ich an der Heim-EM im Tessin über der Königsdisziplin, der Langdistanz, starten darf! Vier Wochen bleiben mir nun, um mich technisch, mental und physisch möglichst perfekt vorzubereiten!

Obwohl mein Wettkampf etwa eineinhalb Stunden dauern wird, können Entscheide, die während wenigen Sekunden gefällt werden, grosse Konsequenzen haben. Es wird einige lange Routen zu bewältigen geben und da gilt es, die richtige zu wählen.

In der Vorbereitung kann ich die alte Karte studieren und mir Postenverbindungen ausdenken, um mich auf alles Mögliche gefasst zu machen. Ich werde auch mit dem EM-Team für ein paar Tage ins Tessin reisen, um im steilen Gelände Posten von oben, unten und im Hang anzulaufen. Obwohl ich in den letzten Monaten viel im Tessin trainiert habe, ist es für mich wichtig, kurz vor der EM meine Abläufe zu festigen. Physisch werde ich in den nächsten vier Wochen natürlich keine Berge mehr versetzten können. Ich weiss aber, dass ich den Winter durch sehr gut trainiert habe und wenn ich schlau trainiere, dann kann ich nochmals einiges aus mir herausholen. Und am Wettkampf selber wird bei einer solch taffen Langdistanz (11.210km, 630m, 25Po) sowieso viel im Kopf entschieden. Es gilt also in den Tagen vor dem Wettkampf die richtige «Attitude» hinzubekommen!

Insgesamt kann ich sagen, dass ich bereits in die Vorbereitungen eingetaucht bin. Ich habe klare Vorstellungen davon, was noch zu machen ist und ich muss sagen, die Vorfreude ist riesig!

Von den Selektionsläufen von letzter Woche habe ich nicht allzu viel zu berichten. Wenige Tage vor dem ersten Lauf, dem 5000er, hat mich eine heftige Erkältung ins Bett gelegt und so lief ich den 5000m-Test auf der Bahn angeschlagen. Auch am Wochenende hatte ich das Gefühl, nicht ganz 100%ig leistungsfähig zu sein. Die letzten paar Prozent fehlten mir und so blieb ich trotz soliden technischen Leistungen etwas unter meinen Erwartungen. Glücklicherweise hat’s ja dann trotzdem für die Selektion gereicht! Und Dank Remy Steinegger, Gabriel Lombriser und Kurt Ruedisueli hat es einige Bilder gegeben: