18
Nov
2017

Weiter geht's

Nach dem Weltcupfinal in Grindelwald von anfangs Oktober folgten noch zwei intensive Wochen, bevor ich dann eine Trainingspause einlegte, um letzte Woche wieder erholt und voll motiviert ins Wintertraining einzusteigen.

Nach einem kurzen Abstecher nach Stockholm, wo ich mit meinem schwedischen Klub Eksjö bei kaltem und nassem Wetter die 25-Manna Staffel lief, reiste ich mit dem Nationalkader ins warme Tessin, um dort einige Trainingstage zu verbringen.

Foto: Lukas Frei

Meine Beine waren nach einer langen Saison müde und auch mein Kopf fühlte sich an einigen Trainings leer an. Trotzdem war es für mich ein gutes Trainingslager; Ich habe gesehen, in welchen Bereichen im Winter trainieren muss, um gut vorbereitet an den Selektionsläufen und anschliessend hoffentlich auch an der Heim-EM am Start stehen zu können.

In der fast dreiwöchigen «Trainingspause», wo ich nur nach Lust und Laune trainierte, gab ich dem Körper und Kopf die Möglichkeit, sich von einer langen Saison zu erholen. Ich hatte auch Zeit, die letzte Saison auszuwerten und mir Gedanken zur nächsten zu machen.

Im Jahr 2017 habe ich viele meiner Ziele erreicht oder sogar übertroffen. Ich konnte mich für alle internationalen Anlässe (Weltcups und WM!) selektionieren und konnte national stabile Leistungen zeigen. Trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden: An den internationalen Wettkämpfen lief ich oftmals unter meinen Erwartungen. Schade. Doch wenigstens weiss ich nun, wie ich mich auf nächstes Jahr verbessern kann 😉

Foto: World of O

Die Planung für nächstes Jahr ist noch nicht abgeschlossen, doch für mich steht heute schon klar: Das wird eine spannende Saison mit der Heim-EM, einer Studenten-WM in Finnland oder der WM in Lettland! Natürlich weiss ich heute noch nicht, an welchen Anlässen ich teilnehmen kann, doch an meinem Trainingsalltag ändert das nur wenig, denn nun wird während vier Monaten einfach mal trainiert, bis dann anfangs April wieder die ersten wichtigen Wettkämpfe anstehen. Weiter geht’s!

10
Oct
2017

Weltcupfinal in Grindelwald

Vor gut einer Woche lief ich die letzten internationalen Wettkämpfe von diesem Jahr; das Weltcupfinale in Grindelwald. Erstmals durfte ich vor heimischen Publikum laufen und das war einfach phantastisch! So viele Fans! Ich fühlte mich wie ein Star, auch wenn meine Leistungen im Wald nicht gerade spitzenmässig waren.

Foto: Sven Alexandersson

Über die Langdistanz erwartete uns Läuferinnen eine Bahn mit über 500 Höhenmeter. Wir Schweizerinnen konnten den Heimvorteil nutzen und erliefen uns das beste Teamergebnis dieses Jahres! Cool! Doch leider konnte ich mit meinem eigenen Lauf nicht ganz zufrieden sein. Trotz einer guten Vorbereitung lief ich am Anfang zu unsicher und nehme einmal die falsche Route. (Resultate, GPS)

Über die Mitteldistanz zeigten uns die Nordländerinnen, dass auch sie in alpinen Gelände laufen können. Obwohl ich eine ähnlich gute Leistung wie am Vortag zeigte, platzierte ich mich 15 Ränge weiter hinten auf der Rangliste, was zeigt, dass die Dichte über die Mitteldistanz gross ist. (Resultate, GPS)

Foto: Rémy Steinegger

Bei der abschliessenden Sprintstaffel durfte ich in einem Mixed-Team die erste Strecke laufen. Die Stimmung in der Start- und Zielarena war grossartig und an diesem Tag konnte ich mein Potential abrufen und lief ein gutes Rennen. (Resultate, Karte) So konnte ich die internationale Saison doch noch mit einem guten Gefühl abschliessen.

Nur wenige Tage nach dem Weltcupfinal reiste ich nach Stockholm, um an der 25-Manna-Staffel für meinen schwedischen Klub Eksjö zu laufen. Obwohl das Wetter schlecht war, hat es wie immer Spass gemacht, im Norden an einer grossen Staffel teilzunehmen.

Morgen geht’s nochmals ins Tessin, wo ich bis am Sonntag mit dem Nationalkader trainieren werde. Anschliessend werde ich eine wohlverdiente Trainingspause machen. Ich habe dieses Jahr sehr viele internationale Wettkämpfe bestritten und bin dementsprechend viel gereist. Ich freue mich auf eine etwas ruhigere Phase, wo ich mich auch wieder etwas mehr dem Studium widmen kann…

18
Sep
2017

Vorbereitungen auf den letzten Saison-Höhepunkt

Nachdem ich mich letztes Wochenende mit zwei soliden Läufen auf der Säntis- und Schwegalp für die letzte Weltcup-Runde von diesem Jahr selektioniert habe, möchte ich den Heimvorteil nutzen und mich möglichst gut auf die letzten wichtigen Wettkämpfe vorbereiten.

Die Vorbereitungen auf den Weltcupfinal von Ende September in Grindelwald haben eigentlich bereits letztes Wochenende mit den Selektionsläufen begonnen; Die beiden Wettkämpfe in alpinem Gelände zeigten mir auf, woran ich in den letzten zwei Wochen noch arbeiten muss.

Karte Mitteldistanz-SM

Nachdem ich anfangs Woche noch zwei Semesterprüfungen ablegen musste, konnte ich die letzte Woche der Semesterferien nutzen, um zwei Ausflüge in die Berge zu machen. Obwohl der Thermometer jeweils nur wenige Grad über Null anzeigte, hat es Spass gemacht, auf der Elsigalp und in Öschinensee zu trainieren!

Öschinensee

Elsigalp

Die Vorfreude auf meinen ersten Heim-Weltcup ist gross!

31
Aug
2017

Weltcup Lettland

Bei der dritten Weltcuprunde dieses Jahres in Lettland standen eine Mitteldistanz, eine Waldstaffel und einen Sprint auf dem Programm. Auf die Walddisziplinen fühlte ich mich gut vorbereitet, da sich das Gelände in Cesis nicht allzu sehr von jenem in Estland unterscheidet. Im Sprint wusste ich, dass ich einen guten Qualifikationslauf brauchte, um in den Final zu kommen.

Mitteldistanz: Obwohl ich mir vorgenommen hatte, ruhig zu starten, um gut «auf die Karte» zu kommen, machte ich zum ersten Posten einen Parallelfehler, der mir etwas mehr als eine Minute kostete. Die folgenden Posten lief ich gut an, doch für eine Rangierung unter den ersten 40 reichte es leider trotzdem knapp nicht. (Resultate, GPS)

Foto: Mareks Gaļinovskis

Staffel: Erstmals seit langem wurde an einem Weltcup eine klassische Waldstaffel ausgetragen. Ich freute mich sehr auf mein Staffel-Debut bei der Elite. Letztmals war ich als Juniorin im Schweizer Dress eine Staffel gelaufen. Sarina lief für «Schweiz 2» eine gute erste Strecke und kam mit der Spitze zurück, Martina verlor auf ihrer Strecke etwas Zeit und so startete ich mit etwas Rückstand auf meine Strecke. Dank einem guten Lauf konnte ich noch einige Läuferinnen vor mir überholen und lief auf dem 13. Rang ein. (Resultate, GPS)

Foto: Ojar Millers

Erster Teil der Staffel mit Gabelungssystem

Als ich auf der Schlussschlaufe unterwegs war, hörte ich, dass es an der Spitze des Rennens zu einem Schlussspurt kam mit Schweizer Beteiligung. In diesem Moment wäre ich gerne im Ziel gestanden und hätte Sabine, die für «Schweiz 1» die Schlussstrecke lief, angefeuert. Doch ich musste mich da zuerst auf meinen Lauf konzentrieren und hörte nicht, wer das Rennen gewann. Im Ziel erfuhr ich dann, dass Sabine den Sieg nach Hause lief! Super!

Sprint: In der Qualifikation gelang mir ein guter Lauf und ich qualifizierte mich für den Final. Im Final kam ich physisch schnell ans Limit. Technisch bin ich mit meiner Leistung zufrieden und es reichte zu einem guten 35. Rang und somit auch zu Weltcuppunkten! (Resultate, GPS)

Foto: Janis Ligats

Foto: Janis Ligats

Obwohl ich an drei von vier Läufen gute Leistungen zeigen konnte, bin ich mit meinem Weltcup-Einsatz nicht ganz zufrieden. Gerne hätte ich es an der Mitteldistanz besser gemacht als an der WM... Doch das kann ich nun nicht mehr ändern. Nun gilt es weiter zu trainieren und besser zu werden! Da passt ein Trainingslager in den lettischen Wäldern mit dem Schweizer Nationalkader super. Obwohl die Wälder hier ziemlich Grün sind, geniessen wir die Trainings bei Sonnenschein und guter Teamstimmung.

22
Aug
2017

Zurück ins Baltikum

An den Selektionsläufen für den Weltcup in Lettland von Anfangs August wurden wir Läufer im Städtli von Sursee und im Bireggwald bei Luzern jeweils gefordert. Im Sprint mussten viele schnelle Entscheidungen gefällt werden und über die Mitteldistanz galt es einige Höhenmeter zu bewältigen. Ich konnte an diesen beiden Wettkämpfen nur bedingt überzeugen. Physisch hatte ich mich von einer harten Trainingswoche zuvor noch nicht ganz erholt und so waren meine Beine zu wenig schnell. Dank einer soliden technischen Leistung konnte ich den Schaden jedoch in Grenzen halten und wurde für den Weltcup in Lettland selektioniert!

Nach ein paar etwas ruhigeren Tagen zu Hause reiste ich ins Tessin. Nebst täglichen OL-Trainings standen auch normale Dauerläufe, ein Intervalltraining und einen Berglauf auf dem Programm. Das Wetter war auch super und so genoss nicht selten nach dem Training eine Abkühlung im Fluss Melezza.

Da im nächsten Mai die EM im Tessin stattfindet, werde ich in den kommenden Monaten immer wieder fürs Training ins Tessin reisen. Doch bevor dort das nächste Trainingslager ansteht, geht's bereits morgen wieder in den Norden, zurück ins Baltikum! Von Freitag bis Sonntag wird in Cesis die dritte Weltcuprunde ausgetragen. (Link Weltcup) Anschliessend werden wir Schweizer noch ein paar Tage in Lettland bleiben, um in den Wäldern rund um den WM-Austragungsort vom nächsten Sommer zu trainieren.

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