18
Sep
2017

Vorbereitungen auf den letzten Saison-Höhepunkt

Nachdem ich mich letztes Wochenende mit zwei soliden Läufen auf der Säntis- und Schwegalp für die letzte Weltcup-Runde von diesem Jahr selektioniert habe, möchte ich den Heimvorteil nutzen und mich möglichst gut auf die letzten wichtigen Wettkämpfe vorbereiten.

Die Vorbereitungen auf den Weltcupfinal von Ende September in Grindelwald haben eigentlich bereits letztes Wochenende mit den Selektionsläufen begonnen; Die beiden Wettkämpfe in alpinem Gelände zeigten mir auf, woran ich in den letzten zwei Wochen noch arbeiten muss.

Karte Mitteldistanz-SM

Nachdem ich anfangs Woche noch zwei Semesterprüfungen ablegen musste, konnte ich die letzte Woche der Semesterferien nutzen, um zwei Ausflüge in die Berge zu machen. Obwohl der Thermometer jeweils nur wenige Grad über Null anzeigte, hat es Spass gemacht, auf der Elsigalp und in Öschinensee zu trainieren!

Öschinensee

Elsigalp

Die Vorfreude auf meinen ersten Heim-Weltcup ist gross!

31
Aug
2017

Weltcup Lettland

Bei der dritten Weltcuprunde dieses Jahres in Lettland standen eine Mitteldistanz, eine Waldstaffel und einen Sprint auf dem Programm. Auf die Walddisziplinen fühlte ich mich gut vorbereitet, da sich das Gelände in Cesis nicht allzu sehr von jenem in Estland unterscheidet. Im Sprint wusste ich, dass ich einen guten Qualifikationslauf brauchte, um in den Final zu kommen.

Mitteldistanz: Obwohl ich mir vorgenommen hatte, ruhig zu starten, um gut «auf die Karte» zu kommen, machte ich zum ersten Posten einen Parallelfehler, der mir etwas mehr als eine Minute kostete. Die folgenden Posten lief ich gut an, doch für eine Rangierung unter den ersten 40 reichte es leider trotzdem knapp nicht. (Resultate, GPS)

Foto: Mareks Gaļinovskis

Staffel: Erstmals seit langem wurde an einem Weltcup eine klassische Waldstaffel ausgetragen. Ich freute mich sehr auf mein Staffel-Debut bei der Elite. Letztmals war ich als Juniorin im Schweizer Dress eine Staffel gelaufen. Sarina lief für «Schweiz 2» eine gute erste Strecke und kam mit der Spitze zurück, Martina verlor auf ihrer Strecke etwas Zeit und so startete ich mit etwas Rückstand auf meine Strecke. Dank einem guten Lauf konnte ich noch einige Läuferinnen vor mir überholen und lief auf dem 13. Rang ein. (Resultate, GPS)

Foto: Ojar Millers

Erster Teil der Staffel mit Gabelungssystem

Als ich auf der Schlussschlaufe unterwegs war, hörte ich, dass es an der Spitze des Rennens zu einem Schlussspurt kam mit Schweizer Beteiligung. In diesem Moment wäre ich gerne im Ziel gestanden und hätte Sabine, die für «Schweiz 1» die Schlussstrecke lief, angefeuert. Doch ich musste mich da zuerst auf meinen Lauf konzentrieren und hörte nicht, wer das Rennen gewann. Im Ziel erfuhr ich dann, dass Sabine den Sieg nach Hause lief! Super!

Sprint: In der Qualifikation gelang mir ein guter Lauf und ich qualifizierte mich für den Final. Im Final kam ich physisch schnell ans Limit. Technisch bin ich mit meiner Leistung zufrieden und es reichte zu einem guten 35. Rang und somit auch zu Weltcuppunkten! (Resultate, GPS)

Foto: Janis Ligats

Foto: Janis Ligats

Obwohl ich an drei von vier Läufen gute Leistungen zeigen konnte, bin ich mit meinem Weltcup-Einsatz nicht ganz zufrieden. Gerne hätte ich es an der Mitteldistanz besser gemacht als an der WM... Doch das kann ich nun nicht mehr ändern. Nun gilt es weiter zu trainieren und besser zu werden! Da passt ein Trainingslager in den lettischen Wäldern mit dem Schweizer Nationalkader super. Obwohl die Wälder hier ziemlich Grün sind, geniessen wir die Trainings bei Sonnenschein und guter Teamstimmung.

22
Aug
2017

Zurück ins Baltikum

An den Selektionsläufen für den Weltcup in Lettland von Anfangs August wurden wir Läufer im Städtli von Sursee und im Bireggwald bei Luzern jeweils gefordert. Im Sprint mussten viele schnelle Entscheidungen gefällt werden und über die Mitteldistanz galt es einige Höhenmeter zu bewältigen. Ich konnte an diesen beiden Wettkämpfen nur bedingt überzeugen. Physisch hatte ich mich von einer harten Trainingswoche zuvor noch nicht ganz erholt und so waren meine Beine zu wenig schnell. Dank einer soliden technischen Leistung konnte ich den Schaden jedoch in Grenzen halten und wurde für den Weltcup in Lettland selektioniert!

Nach ein paar etwas ruhigeren Tagen zu Hause reiste ich ins Tessin. Nebst täglichen OL-Trainings standen auch normale Dauerläufe, ein Intervalltraining und einen Berglauf auf dem Programm. Das Wetter war auch super und so genoss nicht selten nach dem Training eine Abkühlung im Fluss Melezza.

Da im nächsten Mai die EM im Tessin stattfindet, werde ich in den kommenden Monaten immer wieder fürs Training ins Tessin reisen. Doch bevor dort das nächste Trainingslager ansteht, geht's bereits morgen wieder in den Norden, zurück ins Baltikum! Von Freitag bis Sonntag wird in Cesis die dritte Weltcuprunde ausgetragen. (Link Weltcup) Anschliessend werden wir Schweizer noch ein paar Tage in Lettland bleiben, um in den Wäldern rund um den WM-Austragungsort vom nächsten Sommer zu trainieren.

01
Aug
2017

Schwedenferien

Nur wenige Tage nach der WM reiste ich nach Schweden. In der ersten Woche genoss ich etwas ruhigere Tage in der Gegend rund um Jönköping. Nebst dem alltäglichen Training fand sich genug Zeit, um auch mal ein paar Stunden am Strand zu liegen und ein gutes Buch zu lesen...

In der zweiten Woche lief ich den O-Ringen. Über zehntausend Läufer hatten sich für diesen Mehrtagelauf angemeldet und ich freute mich riesig auf dieses Volksfest! Meine Erwartungen wurden dann vollends erfüllt: Super Stimmung, tolle Wälder, schwierige Bahnen und schönes Wetter! Auch mit meinen eigenen Leistungen bin ich im Grossen und Ganzen zufrieden; Ich konnte mich gut gegen die nordische Konkurrenz behaupten und erlief mir den 14. Schlussrang in der Elitekategorie. (Resultate)

Erster Teil der ersten Etappe: Lange Routenwahlen wechselten sich mit kürzeren Posten ab

Waldfotos: Sven Alexandersson

Sprint in Arvika mit vielen Zuschauern!

Nun bin ich wieder zurück in der Schweiz und nächste Woche geht es dann bereits mit den Selektionläufen für den Weltcup in Lettland weiter.

11
Jul
2017

Mein WM-Debüt

Noch nie zuvor hatte ich mich so spezifisch auf einen einzigen Wettkampf vorbereitet. Technisch, physisch und mental sollte am 6. Juli alles zusammenpassen und dafür hatte ich in den letzten Wochen viele spezifische Trainings absolviert. Als ich dann am WM-Start stand, hatte ich einen genauen Plan im Kopf, wie ich das Rennen angehen wollte. Trotz Nervosität wollte ich ruhig und systematisch laufen.

Der Start gelang mir gut. Das Gelände war sehr unübersichtlich und ich musste viel Zeit in die Technik investieren – physisch konnte ich hier nicht am Limit laufen. Im Mittelteil unterliefen mir dann zwei Fehler. Obwohl ich jeweils nicht weit vom Posten entfernt war, brauchte ich viel Zeit, um mich wieder auf der Karte einzulesen und zu reagieren. Hier vergab ich meine Chance, in die Top 20 zu laufen.

Im Schlussteil lief ich wieder gut und konnte mich auf den 30. Rang vorkämpfen. Endlich hatte ich das Gelände im Griff und konnte das Tempo erhöhen. (Rangliste, GPS)

WM-Karte: Der 8. und 10. Posten wurde mir zum Verhängnis

Natürlich wäre ich gerne in die Top 20 gelaufen, doch an diesem Tag war ich zu wenig sicher unterwegs und lief etwas zu zurückhaltend. In den nächsten Tagen werde ich nun analysieren, was ich hätte anders machen können, damit es nächstes Mal in der Rangliste weiter nach vorne reicht…

Zusammenfassend war es eine sehr tolle, spannende und lehrreiche Woche! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Schweizer Team für eine tolle WM und an die Fans für's Anfeuern!

Fotos: Reigo Teervalt, Rolf Gemperle

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